Holzeinschlag bleibt auf hohem Niveau

Der Holzeinschlag in Deutschland betrug im Jahr 2022 78,7 Millionen Kubikmeter. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel der Holzeinschlag damit gegenüber dem bisherigen Höchstwert von 83,0
Millionen Kubikmetern 2021 um 5,1 Prozent niedriger aus. Ursache für den niedrigeren Wert war überwiegend das gesunkene Aufkommen an Schadholz, das um 11,6 Prozent auf 44,7 Millionen Kubikmeter zurückging (2021: 50,5 Millionen Kubikmeter).

Bild: Karel Macalik

Laut WWF benötigt Deutschland rund 114 Millionen Kubikmeter Holz pro Jahr. Die Wissenschaftler der Umweltschutzorganisation gehen von einem Bedarfszuwachs von bis zu 28 Prozent bis 2050 aus. Gleichzeitig könnten die Auswirkungen des Klimawandels dazu führen, dass die Menge an verfügbarem Holz um bis zu 35 Prozent sinkt. Nach Schätzungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft können bei nachhaltiger Bewirtschaftung jährlich 50 bis 60 Millionen Kubikmeter Holz in Deutschland geerntet werden.

Der Großteil des eingeschlagenen Holzes findet als sogenanntes Stammholz Verwendung in der Säge- und Furnierindustrie, etwa als Paletten- oder Parkettholz. Im Jahr 2022 wurden knapp 46,0 Millionen Kubikmeter und damit 58,4 Prozent der angefallenen Holzmenge mit dem Verwertungsziel Stammholz eingeschlagen. Die zweitbedeutendste Holzsorte war das Industrieholz mit 15,5 Millionen Kubikmetern (19,7 Prozent), gefolgt vom Energieholz mit 13,8 Millionen Kubikmetern (17,6 Prozent).

Auffällig ist der deutliche Anstieg des Holzeinschlags zur Energieerzeugung von 11,8 auf 13,8 Millionen Kubikmeter. Dies bedeutet ein Plus von 17,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Holzeinschlag zur Energieerzeugung hat damit den höchsten Wert seit der deutschen Vereinigung erreicht.


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