Insektenpopulationen schrumpfen

Bild: Nola Agent

Dass es um die europäischen Insektenbestände insgesamt nicht gut bestellt ist, war bereits bekannt. Bisher untersuchten Wissenschaftler aber vor allem landwirtschaftliche genutzte Flächen. Außerdem galt die Aufmerksamkeit zumeist den Spezies, die als Schädlinge gelten. Eine neue Studie der TU Darmstadt zeigt nun, dass es auch in gut geschützten Wäldern eine Abnahme zahlreicher Populationen gibt. Bei 60 Prozent der untersuchten Spezies wurden Rückgänge verzeichnet. Als Ursache hierfür sehen die Wissenschaftler um Dr. Michael Staab in erster Linie den Klimawandel.

Untersucht wurden drei Gebiete in besonders geschützten Biotopen: im Nationalpark Hainich, im UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und im UNESCO Biosphärenreservat Schwäbische Alb. Es zeigte sich, dass die bestände in Laubwäldern stabiler waren, als in Nadelwäldern. Nadelwälder gelten allgemein als deutlich anfälliger für die Folgend es Klimawandels. Insgesamt werden sich die Wälder, die in Deutschland knapp ein Dritte der Fläche bedecken, deutlich verändern – und mit ihnen die Insektenpopulationen.


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